Der bekannte Dauerschreiber kombiniert mit marktgängigen Schrifterfassern
– eine patente Idee!
Digital oder elektronisch signieren ohne Papier und Tinte – mit dem
neuen Dauerschreiber-Aufsatz Magic-Sign-Tablet, geradezu ein Kinderspiel.
Ein optimierter Dauerschreiber – jedem aus Kindertagen als Schreib-
und Malunterlage bekannt – zeigt die mit Spezialstiften geleistete Unterschrift,
ein Passwort oder die berühmten Drei Kreuze, ganz ohne Papier und
Tinte an.
Anschließend erfolgt die Auswertung der gespeicherten Schriftdrücke
durch ein „untergeschobenes“ Schrifterfassungsgerät forensisch korrekt
(je nach Technologie) und erfüllt damit die Anforderungen von Schrift-
und Datenschutzexperten.
Situation
Biometrische Verfahren zur Erfassung und zum Vergleich
der unfälschbaren Schreibdynamik (Dynamik Signature Verification,
DSR) finden immer schneller Verbreitung. Genutzt werden sie als Zugangskontrolle
zu IT-Infrastrukturen, zu Gebäuden und Räumen, als elektronischer
Hotelmeldezettel, „Elektronische Blaupause“, Empfangsquittung oder als
Mittel zur Authentisierung elektronischer Signaturen nach Signaturgesetz.
Dem Anwender von Geräten zur Erfassung der Schreibdynamik stehen
verschiedene Verfahren zur Verfügung, die sich in drei Klassen einteilen
lassen: Geräte mit drucksensitiven Spezialstiften, Geräte mit
Stiftattrappen, Geräte für Normalstifte.
Die Technik
Preiswerte Geräte mit Spezialstiften nutzen meist
einen drucksensitiven Stift, der mit einer Nylonspitze versehen ist. Geräte,
die die Schreibdynamik mit einer drucksensitiven Schreibfläche erfassen,
bedürfen an sich nur Normalstifte – vorausgesetzt es wird ein Stück
Papier untergelegt. Auch hier kommen die mit Nylonspitzen versehenen Stifte
ohne elektronisches Innenleben zur Anwendung. Weiterhin gibt es Verfahren,
die ein Display zur Aufnahme der Stiftposition nutzen, wobei der Schreibdruck
ebenfalls mit einem tintenlosen Spezialstift erfaßt wird.
Nachteile
Naturgemäß haben alle Verfahren gewisse Nachteile.
Der Signierer, der zur Leistung einer elektronischen oder digitalen
Signatur einen Stift mit Nylonspitze nutzt, muß damit unterschreiben,
ohne dass er ein von den Schriftsachverständigen gewünschtes
kienästhetisches Feedback erhält. Gemeint ist damit die blitzschnell
und unbewußt während des Schreibens anhand der Tintenspur ablaufende
optische Kontrolle der Schreibbewegung.
Fraglich ist, ob ohne dieses Feedback vertretbare Wiedererkennungsraten
bei gleichzeitig guten Ablehnungsraten erreichbar sind.
Der Signierer, der einen Schrifterfasser für herkömmliche
Stifte nutzt, muß, will er nicht die Schreibfläche mit Tinte
beschmutzen oder beschädigen, ein Stück Papier unterlegen. Dies
ist nicht immer zur Hand, es muß festgehalten und nach der Leistung
der Unterschrift entsorgt werden, etc.. Maßnahmen, die einer schnellen
Zugangskontrolle oder Überprüfung mittels Unterschrift oder eigenhändig
geschriebenen Passwortes eher hinderlich entgegenstehen.
Eine Ausnahme bilden Verfahren, die ein anzeigendes Display nutzen.
Je nach Rechenleistung und Auswerteverfahren kann es aber vorkommen, dass
der Schreibstrich etwas verzögert angezeigt wird –was auch sehr verwirrend
sein kann. Ausserdem sind sie aufwendig, empfindlich und teuer, daher ist
fraglich, ob sie sich für einen Masseneinsatz eignen.
Vorteile des Magic-Sign-Tablets
· Schnelles Signieren ohne Papier und Tinte bei gleichzeitigem
optischem Feedback.
· Unverzügliches Löschen der Unterschrift oder des
Paßwortes nach deren Leistung.
· Geeignet für nahezu alle bekannten Schrifterfassungsverfahren
und Geräte.
· Weiterhin Nutzung mit Papier und Tinte möglich, z.B.
für die „Elektronische Blaupause“
Nachrüstbar
Praktisch jeder am Markt angebotene Schrifterfasser ist
mit dem Dauerschreiber-Aufsatz nachrüstbar. Beispielhaft sind drei
bekannte Geräte abgebildet. Selbst ein die Stiftposition erfassendes
Display kann mit einem einschwenkbarem Dauerschreiber-Aufsatz ausgestattet
werden.
· Die Befestigung erfolgt mittels Klettverschluß, Powerstrips,
zweiseitigem Klebeband.
· Sonderausführungen möglich, z.B. schwenkbar auf
Folie aufgebracht.
Technische Änderungen ohne Ankündigung vorbehalten.
Die Abbildungen stellen nur mögliche Beispiele dar und sind nicht
bindend für die endgültige Ausführung. Aus juristischen
und patentrechtlichen Gründen ist die Darlegung des Standes eines
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| Literaturhinweise:
Hecker, Manfred Dr., Forensische Handschriftenuntersuchung,
Heidelberg, 1993
Holzhauer, Heinz Dr., Die eigenhändige Unterschrift,
Athenäum Verlag 1973
Maus, Eugen Dr., Schriftdruckmessung. Grundlagen, Methoden,
Instrumente. Weinheim/Bergstraße 1996
Seibt, Angelika Dr., Forensische Schriftgutachten. München
1999 |